Kündigung erhalten? Rechne nach, welche Abfindung drin ist.

Bei brutto im Monat und Jahren im Betrieb liegt die übliche Abfindung bei 16.000 €.

Das ist die Faustformel: ein halbes Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Ist die Kündigung angreifbar, kann auch ein höherer Faktor drin sein – bei 1,0 wären es 32.000 €.

Genauer berechnen

Deine Frist für die Klage

Die Kündigungsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen ab Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht eingehen.

Zugang ist der Tag, an dem die Kündigung Dich erreicht hat – zum Beispiel im Briefkasten lag. Fällt das Fristende auf ein Wochenende oder einen bundesweiten Feiertag, verschiebt es sich auf den nächsten Werktag. Regionale Feiertage sind nicht berücksichtigt.

Wie aus einer Kündigung eine Abfindung wird

  1. Kündigung prüfen

    Stimmt die Form, gibt es einen tragfähigen Grund, wurde die Sozialauswahl beachtet? Jeder Fehler verbessert Deine Verhandlungsposition. Kündigung jetzt prüfen

  2. Innerhalb von drei Wochen klagen

    Nur mit einer Kündigungsschutzklage bleibt die Kündigung angreifbar. Verstreicht die Frist, gilt sie in der Regel als wirksam – und der wichtigste Hebel für eine Abfindung ist weg.

  3. Vergleich verhandeln

    Sehr viele Kündigungsschutzverfahren enden mit einem Vergleich: Das Arbeitsverhältnis endet, und Du erhältst eine Abfindung. Wie hoch sie ausfällt, hängt davon ab, wie groß das Risiko für den Arbeitgeber ist.

Was die Höhe bestimmt

Das halbe Monatsgehalt pro Jahr ist nur der Startpunkt. Am Verhandlungstisch zählt, wie gut Deine Karten sind.

Mehr zum Abfindungsfaktor

Wie angreifbar die Kündigung ist
Formfehler, fehlende Abmahnung oder eine falsche Sozialauswahl erhöhen das Prozessrisiko des Arbeitgebers.
Betriebszugehörigkeit und Gehalt
Beides fließt direkt in die Rechnung ein. Maßgeblich ist der Bruttomonatsverdienst inklusive regelmäßiger Zulagen.
Besonderer Kündigungsschutz
Schwangerschaft, Elternzeit, Schwerbehinderung oder ein Betriebsratsamt machen eine Kündigung deutlich schwerer.
Alter und Arbeitsmarkt
Wer schwerer eine neue Stelle findet, hat ein berechtigtes Interesse an einer höheren Abfindung.
Die eingehaltene Frist
Ohne rechtzeitige Klage fehlt der Druck. Deshalb zählt jeder Tag nach dem Zugang der Kündigung.

Rund um die Abfindung

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Nach der Kündigung

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