MyAbfindung - was Dir die meisten Abfindungsrechner nicht sagen

Was Dir die meisten Abfindungsrechner nicht sagen

Möchtest Du herausfinden, wie hoch eine mögliche Abfindung für Dich ausfällt? In den meisten Fällen wirst Du einen der vielen Abfindungsrechner im Internet zur Rate ziehen mit denen Du die Höhe der Abfindung berechnen sollst. Doch damit kommst Du ohne weitere Infos nicht weiter. Hier sind die wichtigsten Fragen zu den Abfindungsrechnern – und eine Anleitung dafür, wie Du höhere Summen erreichst:

  1. Was sagt mir der Abfindungsrechner?

Es gibt zwei Arten: Entweder gibt der Abfindungsrechner Auskunft, wie Du die Höhe der Abfindung berechnen kannst, die Du von Deinem Arbeitgeber als Brutto-Zahlung möglicherweise verlangen kannst. Oder der Abfindungsrechner kalkuliert Deine Steuerlast – also die Summe in Euro, die nach der Zahlung Deines Arbeitgebers an Dich und das Finanzamt auf Deinem Konto landen wird. 

  1. Kann ich auf die Ergebnisse bauen?

Problematisch ist vor allem die erste Art der Abfindungsrechner. Dort musst Du vorsichtig sein: Meistens gibst Du ein, wie viele Jahre Du beschäftigt warst beim Arbeitgeber und wie hoch Dein derzeitiges Gehalt ist. Dann errechnet die Maschine die so genannte Regelabfindung – das sind 0,5 Bruttogehälter pro Beschäftigungsjahr.

Problem 1: Du musst auf jeden Fall Dein Brutto-Gehalt nehmen. Denn die Abfindung ist auch eine Brutto-Zahlung, die noch versteuert wird!

Problem 2: Meist weißt Du nicht, dass Du viel mehr Brutto-Gehalt bekommst, als Du in den Rechner eingibst! Und wird die Abfindungssumme zu niedrig!

Denn zu Deinem Monats-Brutto gehören alle Entgelt-Zahlungen wie Weihnachtsgelder, Boni – ja selbst der geldwerte Vorteil für den Firmenwagen, falls Du einen privat nutzen darfst. Du solltest also alle diese Gehaltsbestandteile für das gesamte Kalenderjahr zusammen rechnen und dann durch 12 Monate teilen. Diesen Betrag gibst Du in den Rechner ein. Und dieses Bruttogehalt ist meist höher als das Gehalt, das in Deinem Arbeitsvertrag als festes Bruttogehalt genannt wird. Wie Du dieses Gehalt errechnest kannst Du auf unserer Seite herausfinden, wir stellen ein kostenloses Muster mit allen Bestandteilen Deines Gehaltes zur Verfügung.

Problem 3: Die Abfindungsrechner spucken dann die so genannte Regelabfindung aus. Das ist aber in den wenigsten Fällen die Abfindung, die Du von Deinem Arbeitgeber verlangen kannst oder solltest. In vielen Fällen kannst Du viel mehr Geld beanspruchen – 1 Bruttogehalt pro Beschäftigungsjahr, 1,5 Gehälter oder auch 2,5 Gehälter. Darum nenne ich diesen Berechnungs-Faktor der Regel-Abfindung den 0815-Faktor. 

  1. Wie kann ich die Abfindung besser berechnen?

Wichtig: Wenn Du eine wirklich hohe Abfindung heraus verhandeln möchtest, solltest Du ohnehin nicht allein anhand von Faktoren in Abfindungsrechnern vorgehen. 

Viel wichtiger ist, was Dein Arbeitgeber Dir vermutlich noch zahlen muss, wenn die Kündigung nicht möglich oder null und nichtig ist, wie in gefühlt 90 Prozent aller Fälle. Wenn dann herauskommt, dass Du erst kurz beschäftigt bist, sagen wir ein Jahr, der Prozess aber mindestens ein halbes Jahr dauert und es keinen guten Kündigungsgrund gibt – dann kannst Du sechs Monate als Abfindung herausschlagen! Das wäre dann ein unglaublicher Faktor von 6,0 :-). Ich habe wirtschaftlich genau das bereits für eine Mandantin in Berlin durchgesetzt –  technisch lief der Arbeits-Vertrag damals einfach noch 6 Monat weiter.

Der Abfindungsfaktor 0,5 oder 0,8 oder 1,0 oder 1,5 kann Dir als Argument helfen, wenn Du lange beschäftigt bist. Aber auch in diesem Fall solltest Du vor allem damit argumentieren, dass Du nicht in weniger als 12 Monaten einen neuen Job findest mit den Konditionen, die Du jetzt genießt. Dann bist Du im Spiel und kannst rund ein Jahresgehalt geltend machen. 

Ich kann nicht genug vor dieser Regel-Abfindung „0,5 Gehälter“ warnen. Auch wenn ich Arbeitgeber rechtlich vertrete, erlebe ich auf der Gegenseite häufig Kolleginnen und Kollegen, die mit einem 0,5-Faktor um die Ecke kommen, obwohl die Kündigung ganz offensichtlich krachend unwirksam wäre. Dann versuche ich das natürlich noch zu drücken. Denke aber: Super, das ist ja schön günstig geworden für den Arbeitgeber!

Darum arbeitet MyAbfindung mit einem komplett anderen System der Berechnung Deiner Abfindung:

Schritt 1: Du ermittelst Dein GESAMTES Einkommen pro Monat – anhand unserer Vorlage.

Schritt 2: Du rechnest aus, wie lang Deine Kündigungsfrist, wie lang wahrscheinlich der Prozess dauert – und kommst so zu einer Monatszahl, die Dein Arbeitgeber das Risiko trifft, Dich noch weiter zu bezahlen – ohne dass Du arbeitest. Diese Monate minus die Kündigungsfrist ist dann eine realistische Zahl für Deine Abfindung. Das funktioniert vor allem bei kurzen Beschäftigungszeiten von bis vier Jahren sehr gut! Die so erzielten Abfindungen sind immer höher als die 0815-Faktoren aus den Abfindungsrechnern.

Mit unserem Abfindungsrechner unternimmst Du den ersten wichtigen Schritt.

Wenn Du gerade direkt von einer Kündigungssituation betroffen bist, empfehle ich Dir in jedem Fall unseren kostenlosen 7-Tage-Soforthilfe Newsletter. Darüber erhältst Du weitere wichtige Tipps, kostenlose Tools und in jedem Fall mehr Sicherheit für die nächsten Schritte. 


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